Was macht man mit leerstehenden Räumen mitten in der Innenstadt? In Gemünden lautet die Antwort: neue Lieblingsplätze daraus machen. Genau dafür setzt sich der Verein Lieblingsplatz Gemünden ein. Mit dem „Schelch“ und dem direkt angrenzenden „Freiraum“ sind zwei besondere Orte entstanden – und für das Tagescafé im Schelch wird aktuell ein neuer Pächter gesucht. Grund genug für uns, euch dieses schöne Projekt einmal genauer vorzustellen.
Vom Leerstand zum Lieblingsplatz
Leerstehende Geschäfte sind für viele Innenstädte eine Herausforderung. Der Verein Lieblingsplatz Gemünden – Förderverein für eine lebens- und liebenswerte Stadt e. V. möchte genau hier ansetzen: Leerstände wieder mit Leben füllen, Begegnungsorte schaffen und damit die Gemündener Innenstadt lebendig halten.
Wie gut das funktionieren kann, zeigt sich direkt am Marktplatz.
„Zum Schelch“: Weinbar mit besonderer Geschichte
Wo früher eine Metzgerei zuhause war, befindet sich heute die Weinbar und das Café „Zum Schelch“. Vieles vom ursprünglichen Charakter der Räume wurde erhalten und mit neuen Ideen kombiniert – und genau das macht den Charme des kleinen Lokals aus.
Wir waren vor Kurzem selbst für einen Dreh im Schelch zu Gast und waren direkt begeistert: vom gemütlichen Ambiente, den vielen liebevollen Details und nicht zuletzt vom herzlichen Betreiber, der uns einiges über das Projekt erzählt hat. Ein Ort, bei dem man schnell merkt, wie viel Engagement dahintersteckt.
Und das kommt nicht nur vom Verein selbst. Auch lokale Unternehmen und Unterstützer haben sich eingebracht. Ein schönes Beispiel ist der große Holztisch, der von einer Schreinerei aus der Region gespendet wurde. Das Besondere: Für den Cafébetrieb lässt er sich als niedriger Tisch nutzen und für den Barbetrieb zum Hochtisch umfunktionieren.



Direkt nebenan: Raum für neue Ideen
Gleich neben dem Schelch befindet sich der „Freiraum – mitten im Leben“. Auch hier wurde aus einem Leerstand ein Ort für Begegnungen. Der Raum kann unter anderem für Ausstellungen, Workshops, Kreativangebote, Kurse und Treffen genutzt werden.
So sind mitten in Gemünden zwei ganz unterschiedliche Orte entstanden, die eines gemeinsam haben: Räume, die vorher leer standen, werden wieder Teil des Stadtlebens.
Ehrenamt, das Gemünden zugutekommt
Besonders bemerkenswert: Hinter dem Lieblingsplatz stehen Ehrenamtliche. Die Projekte sollen nicht der persönlichen Bereicherung dienen. Reinerlöse aus den Vereinsaktivitäten fließen in kulturelle, karitative und gesellschaftliche Projekte in Gemünden und Umgebung.
Damit profitiert die Region gleich mehrfach: Die Innenstadt wird belebt, Menschen bekommen neue Treffpunkte und gleichzeitig werden weitere lokale Projekte und Einrichtungen unterstützt.
Neuer Pächter für den Schelch gesucht
Damit “Zum Schelch” auch in Zukunft ein lebendiger Treffpunkt bleibt, sucht der Verein aktuell einen neuen Pächter für das Tagescafé.
Vielleicht kennt ihr jemanden, der schon länger von einem eigenen Café träumt – oder vielleicht fühlt ihr euch sogar selbst angesprochen? Dann lohnt es sich, beim Lieblingsplatz Gemünden vorbeizuschauen und mehr über das Projekt zu erfahren.
Denn wir finden: Solche Lieblingsplätze darf es in Main-Spessart gerne noch viel mehr geben.
Schaut bei uns auf Instagram vorbei für einen kleinen Einblick in die Bar und mehr Tipps für die Region. 💜


