Main-Spessart | Beitrag der Redaktion | 28. Januar 2026
Unverpackt in Frammersbach: Wie eine Zahnbürste alles veränderte

Hättet ihr gedacht, dass eine einfache Holzzahnbürste der Grundstein für einen ganzen Laden sein kann? Bei Julia Mill war genau das der Fall. Was als Geschenk begann, weckte eine Leidenschaft für Nachhaltigkeit, die 2020 in der Eröffnung ihres eigenen Ladens „einfach Leben – Unverpackt“ in Frammersbach gipfelte.

Mehr als nur ein Trend: Das Konzept hinter „einfach Leben – Unverpackt“

Seit nunmehr vier Jahren ist der Laden in der Lohrer Straße die Anlaufstelle für alle, die Plastikmüll reduzieren und bewusster konsumieren möchten. Das Sortiment lässt dabei keine Wünsche offen:

  • Kulinarik: Von Basics wie Müsli, Nudeln und Getreide bis hin zu regionalen Eiern, Ölen und sogar Naschereien wie Fruchtgummi und Schokolade.
  • Drogerie-Ecke: In der Abteilung für Körperpflege findet ihr nachhaltige Alternativen wie Shampookugeln, die bis zu drei Plastikflaschen ersetzen, oder praktische Zahnputztabletten.
  • Deko-Ecke: Julia stellt Platz für handgemachte Deko von kleinen Manufakturen. Z.B. findet ihr hier Geburtstagskarten, Kerzenständer, Keramik-Tassen u.v.m

Das große Vorurteil: Ist Unverpackt wirklich zu teuer?

Obwohl die Idee hinter dem Laden so wertvoll ist, hält sich ein Vorurteil besonders hartnäckig: Dass nachhaltiges Einkaufen im Unverpackt-Laden das Budget sprengt.

Julia räumt damit auf: Man darf die Preise nicht mit den günstigsten Eigenmarken aus dem Discounter vergleichen, sondern muss sie in Relation zu hochwertigen Bio-Produkten setzen. Der große Vorteil beim unverpackten Einkauf ist zudem die Bedarfsplanung. Da ihr grammgenau nur das kaufen könnt, was ihr wirklich verbraucht, landen keine unnötigen Reste im Müll – und das schont am Ende sogar den Geldbeutel.

Einkaufen leicht gemacht: So funktioniert’s.

Ihr wart noch nie in einem Unverpackt-Laden? Keine Sorge, es ist ganz einfach:

Gefäße mitbringen: Bringt eure eigenen Gläser oder Dosen mit. Falls ihr sie mal vergesst, gibt es vor Ort einen Korb mit Leihgefäßen oder Papiertüten.

Wiegen: Das leere Gefäß wiegen und das Gewicht notieren.

Befüllen: So viel nehmen, wie ihr braucht.

Zahlen: An der Kasse wird das Eigengewicht abgezogen, sodass ihr wirklich nur für den Inhalt zahlt.

Gemeinschaft, die bewegt.

„einfach Leben – Unverpackt“ ist auch ein Ort der Gemeinschaft. Julia unterstützt lokale Projekte, indem sie Kronkorken für das Tierheim sammelt oder Wachsreste an die Förderstätte Rothenburg vermittelt, wo daraus Ofenanzünder entstehen.

Kommt vorbei und macht euer Leben ein Stückchen einfacher (und grüner)!

Wann? Immer montags, freitags und samstags. Wo? Lohrer Straße, Frammersbach.

Nach dem Einkauf direkt Hunger bekommen? Kein Problem! Wir haben für euch eine Liste mit den besten Veganen Restaurants in MSP zusammengestellt – perfekt für alle, die auch beim Ausgehen Wert auf bewusste Ernährung legen.